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Lebensbeschreibung des Karl Stirner

Karl Stirner wurde am 4. November 1882 in Rosenberg bei Ellwangen an der Jagst geboren. Durch seine Illustrationen zu Eduard Mörikes "Stuttgarter Hutzelmännlein" ist Karl Stirner vielen ein Begriff. Zum künstlerischen Durchbruch verhalfen ihm, der in frühester Kindheit wahrlich nicht vom Glück verwöhnt wurde, die Bilder zu diesem schwäbischen Märchen.

Gemälde
Gemälde

Zunächst lernte er bei einem Ellwanger Zimmermaler mit Farben umzugehen. Recht bald merkte er jedoch, dass ihm dies auf Dauer nicht die Erfüllung bringen konnte.

Nach Abschluss der Lehrzeit folgte er dem damaligen Brauch und ging für mehrere Jahre auf Wanderschaft. Während dieser entbehrungsreichen Zeit begann er auf eigene Faust zu zeichnen. Mit 24 Jahren besuchte er, um sich weiterzubilden, die Stuttgarter Kunstgewerbeschule. Diese verließ er jedoch wieder nach nur eineinhalb Semestern. Der Durchbruch zum anerkannten Künstler gelang ihm 1913/1914 mit den Illustrationen zu Mörikes "Stuttgarter Hutzelmännlein" und Ludwig Finckhs "Der Bodenseher".

Geschwächt durch die jahrelangen Entbehrungen seiner Wanderzeit ging er, kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges, lungenkrank in die Schweiz, um sich dort zu erholen. Durch das Zusammentreffen mit dem deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner 1919 in Davos, änderte sich sein liebenswürdiger, gemütvoller und wahrhaft poetischer Malstil zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn. Diese Wende kam vor allem in der weitaus stärkeren Betonung der Farbe und dem deutlichen Zurücktreten der Linien zum Ausdruck. Er verließ Ende 1920 die Schweiz und reiste nach Sizilien. Sein neuer Malstil kam nun durch die Leuchtkraft der südlichen Sonne voll zur Geltung und es entstanden ausdrucksvolle Landschaftsbilder.

Ende 1921 kehrte der Maler, des Wanderns müde, in seine angestammte Heimat zurück. Er heiratete und baute in Ellwangen ein Haus. Mit neuem Elan begann er zu malen, als er sesshaft wurde. So entstand ein unverwelkbarer Kranz von Bildern um seine geliebte Heimat. Zu dieser Zeit erschienen auch seine ersten Bücher. Diese enthielten neben zahlreichen Bildern eigene Gedichte und Erzählungen und begründeten so seinen Ruf als Malerpoeten.

Viele Reisen

Die alte Wanderlust erwachte in ihm nach Jahren furchtbaren Schaffens in der Heimat Ende der zwanziger Jahre. Zwischen 1929 und 1934 unternahm er, trotz seines immer labilen Gesundheitszustandes, drei große Reisen in den Süden, nach Nordafrika, Palästina und Italien. Er brachte von jeder Reise Bilder mit ungemein intensiver farblicher Leuchtkraft mit. Diese stellen den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens dar. Die beiden Pole im Wesen Karl Stirners waren einerseits die Sehnsucht nach der Ferne, andererseits die Liebe zur Heimat, die auch in seinen Werken ihre Entsprechung fanden.

Die von ihm illustrierte "Fibel für die katholischen Volksschulen Württembergs" erschien im Jahre 1933. Tausende von Kindern wurden durch sie mit seinen köstlichen Zeichnungen bekannt gemacht. Seine Kunst fand immer mehr Liebhaber und Bewunderer. Namhafte Persönlichkeiten wie Hermann Hesse, Theodor Heuss, Ludwig Finckh, August Lämmle und Wilhelm Schussen zählten zu seinen Freunden.

Die Zahl neu geschaffener Bilder nahm in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre stark ab, denn die Zeiten produktiven Schaffens wurden mehr und mehr durch Perioden der Krankheit unterbrochen. Schon sehr von seinem Leiden gezeichnet, suchte er im Frühjahr 1943 das Diakonissenkrankenhaus in Schwäbisch Hall auf. Dort starb er mit sechzig Jahren am 21. Juni des gleichen Jahres. Auf dem stillen Dorffriedhof seiner Heimatgemeinde Rosenberg befindet sich sein Grab.

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